April 2022

Kennzeichenerkennung

Ein Fahrplan von der Datenannotation zur API

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Kennzeichenerkennung


Automatische Kennzeichenerkennung ist eine Schlüsseltechnologie in zahllosen Bereichen – von der Verkehrsüberwachung bis zum automatisierten Parkraummanagement. In diesem Beitrag möchte ich zeigen, wie ich mit Label Studio, YOLOv5 und FastAPI ein solides Erkennungssystem aufgebaut habe. Ohne auf jeden technischen Detail einzugehen, werde ich einen klaren Fahrplan der wesentlichen Schritte und der Rolle jedes Tools skizzieren.


1. Datenannotation mit Label Studio

Warum Label Studio eine Freude zum Annotieren ist


Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: Label Studio bietet eine breite Palette von Annotationswerkzeugen für alle Arten von Daten – von Text und Bildern bis hin zu Audio –, was es zu einer einzigartig anpassungsfähigen Lösung für die spezifischen Anforderungen eines Projekts macht.


Benutzerfreundliche Oberfläche: Die intuitive, leicht verständliche Oberfläche vereinfacht den gesamten Annotationsprozess erheblich. Selbst Nutzer:innen mit weniger technischem Hintergrund können hochwertige Annotationen erstellen.


Kollaborative Features: Label Studio unterstützt Teamarbeit – mehrere Annotator:innen können gleichzeitig arbeiten und ihre Ergebnisse zentral synchronisieren, ein entscheidender Vorteil, wenn große Mengen schnell annotiert werden müssen.


Export-Schnittstellen und Open-Source-Charakter: Vielseitige Exportoptionen und der Open-Source-Ansatz ermöglichen eine einfache Integration mit anderen Systemen und Machine-Learning-Frameworks und fördern Transparenz sowie kontinuierliche Verbesserung durch eine engagierte Community.


Datenvorbereitung

Der erste Schritt war die Vorbereitung der Datensätze. Mit Label Studio annotierte ich 1.534 Fotos – aus Dashcam-Aufnahmen extrahierte Frames –, die die Grundlage für das Training des Objekterkennungsmodells bildeten.


2. Modelltraining mit YOLOv5

Mit den annotierten Daten war es an der Zeit, ein Modell zu trainieren, das Kennzeichen erkennen kann. Ich entschied mich für YOLOv5 – eine bewährte, effiziente Lösung für Objekterkennungsaufgaben.


Der Trainingsprozess

Datenintegration: Die annotierten Bilder wurden als Trainingsdaten in YOLOv5 eingespeist.

Modelloptimierung: Über viele Trainingszyklen erreichte ich eine solide Erkennungsgenauigkeit.


Dieser Ansatz lieferte in relativ kurzer Zeit ein leistungsfähiges Modell – die Grundlage für die nächste Integrationsphase.


3. Aufbau der API mit FastAPI

Mit einem trainierten YOLOv5-Modell war der logische nächste Schritt eine API, über die andere Systeme die Erkennung nutzen können. Hier kam FastAPI ins Spiel.


Warum FastAPI

Hohe Performance: FastAPI ist für seine Geschwindigkeit bekannt und eignet sich gut für Echtzeit-Anwendungen.

Einfache Handhabung: Schnelle, unkomplizierte Implementierung, die alle Anforderungen erfüllt.

Skalierbarkeit: Dank Async-Unterstützung verarbeitet FastAPI eine wachsende Anzahl von Anfragen problemlos.


Mit FastAPI baute ich eine kleine, aber leistungsfähige API, die das trainierte Modell kapselt und die Erkennung über HTTP bereitstellt.

4. Zusammenfassung und Ausblick


Durch die Kombination der folgenden Technologien baute ich ein robustes, effizientes Kennzeichenerkennungssystem:

Label Studio für flexible, kollaborative Annotation,

YOLOv5 für das Training eines präzisen Erkennungsmodells und

FastAPI für die schnelle, performante Bereitstellung der Erkennung als API.


Diese Schritte bilden einen soliden Ausgangspunkt für alle, die in die Welt der automatisierten Kennzeichenerkennung einsteigen möchten. Es zeigt, wie moderne Tools und ein klar strukturierter Workflow entscheidend sind, um komplexe Machine-Learning-Projekte erfolgreich umzusetzen.


Möchtet ihr es selbst ausprobieren? Testet die Kennzeichenerkennung unter https://bandy.at/plates/ und taucht ein in die Welt automatisierter Systeme!

Der Weg von der Datenannotation zur API-Bereitstellung ist ein anschaulicher Beweis dafür, wie nahtlos verschiedene Tools zusammenwirken können, um innovative, praktische Lösungen zu entwickeln. Ich freue mich darauf zu erkunden, was in diesem spannenden Feld noch alles möglich ist.

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